Autor: Johann Spuling (Seite 1 von 7)

Novemberbilder 2022

Abwechslung in die dunkle Jahreszeit brachte der kurze Wintereinbruch am 19. November, aber auch die beginnende Vorweihnachtszeit mit den verschiedenen Märkten und Lichterfesten jetzt zum Ende des Monats.

Es sind zum Einen diese natürlichen Phänomene eines plötzlichen Wintereinbruchs, welche durchaus auch für positive Stimmung sorgen können. So geschehen am 19. November in Nordhessen. Die Landschaft erschien durch den Schnee gleich viel heller, auch morgens und abends. Natürlich bescherte der Schnee auch Glätte auf den Straßen.

Zum Anderen sind es die beginnenden Weihnachtsmärkte und die vereinzelt stattfindenden Lichterfeste, welche ebenfalls eine gewisse vorweihnachtliche Stimmung mit viel Glanz in dieser Jahreszeit verbreiten.

Nachfolgend habe ich für Dich / Euch eine kurze Bilderstrecke vom kurzen Wintereinbruch am 19. November und vom Lichterfest Trendelburg am 26. November erstellt:

 

 

 

Partielle Sonnenfinsternis 2022

In den Vormittags- und Mittagsstunden fand am Dienstag den 25. Oktober 2022 eine partielle Sonnenfinsternis statt (1).

Diese war von Mitteleuropa aus teilweise in geringen partiellen Phasen sichtbar (1).

Das Maximum fand  am Ort 77 Grad 17 Min. östlicher Länge und 61 Grad 47 Min. nördlicher Breite während des Sonnenuntergangs statt (1).

So wurde z. B. in Kassel ein maximaler Bedeckungsgrad von 25,7 % erreicht. Beginn war um 11h10m, Maximum 12h10m und Ende 13h12m (1).

Die Finsternis war in Nordhessen stark von Wolken beeinträchtigt.

So war auch das Aufsuchen der Sonne und das anschließende Scharfstellen eine Herausforderung.

Die Sonne zeigte sich hier nördlich von Kassel nur einige Male, und selbst dann waren oft leichte Schlieren oder Wolkenfetzen vor der Sonne mit Mond vorhanden.

Es war ein regelrechter Tanz durch die Wolkenbänke. Der erste Kontakt konnte so nicht beobachtet werden. Erst 3 Minuten nach der max. Phase hier am Beobachtungsstandort  zeigte sich die Sonne mit Mond zum ersten Mal.

Auch die Belichtungsverhältnisse wechselten sehr schnell und oft, und waren teilweise unberechenbar. Man musste die ISO-Zahl und auch die Verschlusszeiten ständig ändern bzw. anpassen. Die Blende war durch das Teleskop fest vorgegeben.

So wählte ich zur Sicherheit das geprüfte Filter von der Fa. Baader mit der höheren Dichte von 5,0 aus.

Nachfolgend kannst Du Dir einige Fotos des Ereignisses ansehen:

Quellennachweis:

(1) = Kosmos-Himmelsjahr 2022, herausgegeben von Hans-Ulrich Keller.

 

 

Herbstimpressionen 2022

Der Herbst in Nordhessen hat seine volle Pracht entfaltet.

Die meisten Bäume haben sich nun verfärbt, wobei die Eiche immer etwas später dran ist.

Die Farben der Blätter sind sehr bunt gemischt:  Beim Essigbaum und der Zierkirsche rötlich bis Rot leuchtend, die Birke intensiv Gelb, bei der Buche geht das Farbspektrum von gelblich bis hin zu Brauntönen, wobei auch vereinzelte Blätter lange Grün bleiben.

Morgens und am Spätnachmittag, während die Sonne sehr tief steht, also zur sogenannten Goldenen Stunde, kommt es zu einem regelrechten Farben leuchten.

In diesem Beitrag stelle ich eine Bilderstrecke quer durch die Nordspitze Hessens vor. Die Fotoreise begann am 08. Oktober in Hombressen, weiter über Bad Karlshafen und Helmarshausen am 09. Oktober, dann nach Hofgeismar und Sababurg am 11. Oktotober, bis hin in den Kreis Waldeck Frankenberg, wo sie am 17. Oktober 2022 endete.

Ich wünsche Dir / Euch viel Spaß beim Bilderanschauen.

 

Deep-Sky

Deep-Sky, dies sind die unvorstellbaren Weiten des Universums mit Inseln voller Welten.

Es ist der ureigene Wunsch des Menschen den Sternenhimmel zu betrachten. Herauszufinden wie das Sonnensystem, darüber hinaus die Milchstraße und abertausende weitere Galaxien, zurück bis zum Urknall, entstanden sind.

Die Photonen (kleinste Energieteilchen) sind z. T. viele Millionen Jahre unterwegs. Danach treffen sie auf ein menschliches Auge oder einen Foto-Chip und können betrachtet und ausgewertet werden.

Unsere Milchstraße mit einer Ausdehnung von etwa 120.000 LJ beherbergt viele Objekte: Mehrere 100 Milliarden  Sterne, kugelförmige Sternhaufen, Nebel, Quasare, offene Sternhaufen,  mindestens ein Schwarzes Loch im Zentrum, dunkle Materie und auch  Supernova-Überreste. Es gibt viele Objekte in unserer Milchstraße, welche man  bereits mit bloßem Auge erkennen  kann: So z. B. Sterne bis zur Größenklasse 6m,  die Plejaden (M45), den Orionnebel (M42) und  den Kugelsternhaufen (M13) im Sternbild Herkules (1).

Die  Milchstraße gehört zu einem kleinen Galaxienhaufen, der sogenannten „Lokalen Gruppe“ (1). Die größte Galaxie in diesem Haufen ist  die Milchstraße,  gefolgt  von  der Andromeda-Galaxie (M31).   Letztere ist von unserem  Sonnensystem  rund 2,5 Millionen LJ entfernt und nähert sich der Milchstraße immer mehr an(2).

Mit der Astrofotografie kann man viele Objekte im Universums sichtbar machen, welche sonst im Verborgenen bleiben würden. Der Nordamerikanebel (NGC 7000) im Sternbild Schwan ist so ein Objekt, welches erst durch die Fotografie richtig gut sichtbar wird.

Auch die Galaxie M81 im Sternbild Großer Bär, der Pferdekopfnebel und der Nebel M42 im Sternbild Orion sind sehr schöne Fotomotive. M42 ist bereits im Fernrohr sehr beeindruckend, so ist er ein galaktischer Nebel in der näheren Nachbarschaft mit einer Entfernung von 1.350 LJ und  einer der aktivsten Sternenentstehungsgebiete (2) und „ein Schmuckstück“ am Wintersternenhimmel.

Im Frühjahr lohnt es sich u. a. einen Blick auf die Whirlpool-Galaxie M51 im Sternbild Jagdhunde, die Galaxien M65 / M66 im Sternbild Löwe und die Sombrero-Galaxie M104 im Sternbild Jungfrau zu werfen. Letztere ist unglaubliche 30 Mill. LJ (1) von uns entfernt.

Diesem Beitrag habe ich neue Aufnahmen von den Galaxien M104, M65 und M66 (v. 28. April 2022) und M51 (v. 27. April 2022) hinzugefügt.

Ein großartiger Sternenhimmel zeigte sich am 29. 08. 2022, wodurch eine Aufnahme vom Hantelnebel (M27) im Sternbild Füchschen möglich wurde.

Ich wünsche Dir / Euch viel Spaß beim Anschauen dieser Objekte unseres Universums:

Quellennachweis:

(1) = Kosmos Naturführer: Der große Kosmos-Himmelsführer von Ian Ridpath/ Wil Tirion

(2) = https://de.wikipedia.org/wiki/Andromedagalaxie u. Orionnebel

Sternenhimmel & Meteore

Den Sternenhimmel & Meteore (in diesem Bericht die Perseiden), sowie auch die Milchstraße findest Du in diesem Album.

2018  waren sehr viele Perseiden zu sehen, 2019 und 2020 dagegen weniger. Der periodische Sternschnuppenstrom der Perseiden zeigt in jedem Jahr Anfang bis Mitte August eine große Zahl an Meteoren (1).

Die maximale Tätigkeit liegt zwischen dem 9. und 13. August. Helle Objekte (0m und heller), Feuerkugeln bzw. Boliden, sind dabei keine Seltenheit. Das Maximum ist vom 12. auf  den 13. August. Als reichhaltigster Strom des Jahres, kann er doch  immerhin bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde bescheren (1).

Die Sternschnuppen sind sehr schnelle Objekte und sind manchmal nur für einen Bruchteil einer Sekunde zu sehen. Ein Bolide (Feuerkugel) ist etwas länger auszumachen,  verursacht unter Umständen auch Geräusche und kann auf dem Erdboden aufprallen.

Die Perseiden haben ihren Ursprung im ehemaligen Kometen 109P/ Swift-Tuttle (1). Die Erde durchquert die Überreste dieses Kometen in der angegebenen Zeit.

Neben den Sternschnuppen ist auch generell der Sternenhimmel im Sommer mit Milchstraße interessant. Bereits bei visueller Beobachtung, ohne optische Hilfsmittel, sind viele Details zu sehen. Wichtig ist aber, einen dunklen Ort mit wenig störenden Lichtquellen aufzusuchen. Die Sommermilchstraße erscheint viel heller als die Wintermilchstraße. Dies liegt daran, dass man direkt in das dichtere Zentrum in Richtung Sternbild Schütze blickt.

Nachfolgend auch aktuelle Bilder vom 23. Juli 2022:

Quellennachweis:

(1) = Kosmos Himmels-Jahr 2018, herausgegeben von Hans-Ulrich Keller

Summer time, 2022

Wenn die Temperaturen über 25 Grad Celsius ansteigen, spricht man von einem Sommertag.

Es gibt zwei Daten für den Sommeranfang 2022, den kalendarischen Sommeranfang am 21. Juni (11:14 Uhr, MESZ) und den meteorologischen Sommeranfang am 01. Juni (1).

Die Sommersonnenwende findet am 21. Juni (11:14 Uhr, MESZ) statt, dies wird auch als astronomischer Sommeranfang bezeichnet. Ab diesem Zeitpunkt wandert die Sonne vom nördlichen Wendepunkt wieder zurück in Richtung Äquator (1).

Es sind die vielfältigen landschaftlichen Eindrücke, speziell auch hier in Nordhessen, gepaart mit hohen Temperaturen, welche in dieser Zeit den Sommer prägen. So gibt es in dieser Zeit eine lange Sonnenscheindauer, heiße Temperaturen und das heranreifende Getreide.

Die Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge sind in dieser Zeit bemerkenswert.

Die nachfolgenden Bilder sollen einen kleinen Eindruck hiervon vermitteln.

So zeigen sie die Farben einiger Sonnenuntergänge, kontrastreichen roten Mohn, den beeindruckenden Supermond vom 14. Juni, den Schaufelraddampfer Kaiser Wilhelm auf der Weser, oder auch die Friedenseiche Hombressen:

Quellennachweis:

(1) = Kosmos-Himmelsjahr 2022, herausgegeben von Hans-Ulrich Keller.

 

Ostsee-Bilder, 2022

Sommer, Sonne, Strand und Meer, da muss man nicht lange nach schönen Bildern suchen.

Die Ostsee hat auch 2022 in vielerlei  Hinsicht Sehenswertes und natürlich auch Erholung zu bieten.

Neben einem kühlen Nass in der Ostsee oder Sonnenbaden am Strand, kann man auch alte Hansestädte besuchen, oder vom großen Freizeitangebot an der Ostsee Gebrauch machen.

Es ist die vielfältige Inspiration, welche dazu verleitet, die unglaublichen Eindrücke der Landschaft im Bild festzuhalten.

Die wunderbaren Sandstrände, das Meer, die Buchten und Steilküsten, aber auch die alten Hafenstädte, liefern immer wieder Motive für Fotos.

So beeindrucken auch abends die Sonnenuntergänge, und der Augenblick wenn die Sonne im Meer versinkt.

Nachfolgend einige Bilder von der Hansestadt Wismar und vom Strand in Kühlungsborn:

Tierpark Sababurg

Der Tierpark Sababurg ist ein Wildpark und gehört zum Hofgeismarer Stadtteil Beberbeck.

Er  liegt im Kernbereich des Reinhardswaldes, zwischen dem etwa 4 km westsüdwestlich liegenden Beberbeck und dem rund 4,5 km nordnordwestlich gelegenen Gottsbüren, einem Ortsteil von Trendelburg. Er breitet sich direkt unterhalb der auf einer Basaltkuppe stehenden Sababurg aus (1).

Der Grundstein wurde 1567 durch den stark an Naturwissenschaften interessierten Landgraf Wilhelm IV (1532-1592) gelegt. So ließ er zwischen 1567 und 1571 das Gelände mit einer fünf Kilometer langen und drei Meter hohen Mauer aus Bruchsteinen einfrieden. Für Jagd und Forschung wurde ein Teil des Areals unter anderem mit Auerochsen, Damwild, weißen Rothirschen, Gämsen, Elche und Rentieren bestückt. Das Areal wurde 1571 als Tiergarten (Thiergarten an der Zapfenburg) angelegt (1).

Lange Zeit diente der Tiergarten auch als Weidefläche für Gestütspferde.

Im 18. Jahrhundert hatten die hessischen Landgrafen das Interesse an ihm verloren (1).

Nach der Neueröffnung im Jahr 1973 als Tierpark Sababurg, entwickelte sich der Wildpark bis heute ständig weiter (1).

Mit rund 130 ha Fläche zählt er zu den größten und ältesten Wildparks in Europa. Lange Eichenalleen durchziehen den Park, an den westlich der Urwald Sababurg grenzt. Der Park beherbergt auch vom Aussterben bedrohte heimische Tierarten. Eine artgerechte Haltung wird durch großzügig angelegte Freigehege angestrebt (1).

Der Tierpark lädt nicht nur zum Spazierengehen ein, sondern hält auch viele Tiermotive für Fotografen parat.

Am 08. Oktober 2021 hatte ich die Möglichkeit mir das neue Luchsgehege anzusehen. Das Gehege ist sehr verbessert und aufgewertet worden.

Neuer Nachwuchs stellte sich am 17. Mai 2022 bei den Exmoor-Ponys ein. Diese befinden sich mit den Wisenten im gleichen  Großgehege.

Nachfolgend kannst Du Dir zu diesem Beitrag auch einige Bilder anschauen. Neu hinzugekommen sind die Bilder vom 18. Mai 2022:

Quellennachweis:

(1) = https://de.wikipedia.org/wiki/Tierpark Sababurg

Mondfinsternis 2022

Die totale Mondfinsternis vom 16. Mai 2022 war in Deutschland in der totalen Phase nur an einigen Standorten kurz vor Untergang des Mondes zu sehen.

Am Standort Hombresser Friedenseiche z. B. konnte die totale Phase nicht beobachtet werden.

Theoretisch hätte man zumindest auch hier den Beginn der Totalität (5h29m) kurz vor dem Untergang des Mondes (5h35m) sehen müssen. Der Sonnenaufgang war um 5h33m. Die Bedingungen waren aber sehr erschwert. So z. B. niedriger Stand des Mondes am Himmel im Sternbild Waage, die Finsternis begann erst in den Morgenstunden, sowie zähe Dunstschichten und Wolkenbänke machten es nicht leichter. Also war schon abzusehen, dass eine Beobachtung der Totalität an diesem Standort ausgeschlossen war.

Trotzdem war die zu beobachtende Teilverfinsterung mit einer leichten Rotverfärbung auch sehr schön anzusehen und spannend.

Man konnte außerdem beobachten, wie der Mond sich auf seiner Umlaufbahn um die Erde in Richtung Osten bewegte. Der linke Teil des Mondes verdunkelte sich als Erstes. Deutlich zu sehen war, wie er links in den Kernschatten der Erde eintauchte. Dabei wanderte er natürlich optisch auch in Richtung Westen, eine Folge der Erddrehung.

Die fortgeschrittene partielle Verfinsterung des Mondes wurde dann abrupt optisch durch eine Wolkenbank unterbrochen. 10 Minuten später erschien er noch einmal kurz am Südwesthimmel, bevor er endgültig in den Dunstschichten am Horizont verschwand.

Einen vollständigen Verlauf einer Totalen Mondfinsternis werden wir erst 2029 wieder erleben können.

Fazit: Auch die durch den Standort bedingte nur partiell zu beobachtende Totale Mondfinsternis war spannend.

Zeiten: Beginn Halbschatten: 3h31m; Beginn Kernschatten: 4h28m; Beginn Totalität 5h29m (war nicht zu beobachten) (1).

In der kurzen nachfolgenden Foto-Galerie kannst Du Dir das Ereignis anschauen:

Quellennachweis:

(1) = Kosmos-Himmelsjahr 2022, herausgegeben von Hans-Ulrich Keller.

Naturraum Dörnberg

Der Naturraum Hoher Dörnberg hat einen ganz besonderen Charme.

Es gibt hier auch ein Naturparkzentrum Hoher Dörnberg.

Zu dem Gebiet gehören, Hoher Dörnberg, Helfensteine und Kleiner Dörnberg.

Die Helfensteine dienten bereits als Filmkulisse und erinnern etwas an den Charakter der Alpen.

Von ganz oben, vom Hohen Dörnberg, hat man  einen weiten Blick  in alle Richtungen.  Das Areal lädt sehr zum Wandern und Fotografieren ein.

Bemerkenswert  sind  hier auch  die  Sonnenauf-  &  -untergänge.

Auf dem Areal sind auch Segelflieger stationiert.

Nachfolgend u. a. auch einige aktuelle Bilder vom 06. Mai 2022:

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