Monat: Januar 2021

Urwald Sababurg

Im Urwald Sababurg Natur erleben.

Dieses natürliche Waldgebiet im Reinhardswald  nahe der Sababurg gelegen, steht unter Natur- und Landschaftsschutz. Der Urwald Sababurg  ging  aus einem Hutewald hervor, und ist jetzt ein wertvolles  Biotop.  In seiner urwüchsigen Form ist er für ganz Mitteleuropa einzigartig. Der natürlich nachwachsende Wald  ist allerdings nicht das einzige urwaldartige Gebiet in dieser Gegend (1).

Er steht seit 1907 unter Schutz und wurde aus der forstlichen und landwirtschaftlichen Nutzung herausgenommen. Der Urwald Sababurg ist damit Hessens ältestes Naturschutzgebiet. Jeder einzelne Baum ist schon für sich als Denkmal schutzwürdig (1).

Der ursprüngliche Charakter des 92 ha großen „Urwaldes“ wird geprägt von alten Hute-Bäumen. Die mächtigen, knorrigen „800 bis 1000-jährigen Eichen und dick- oder mehrstämmigen Buchen sind Zeugen einer jahrhundertelangen Bewirtschaftung. Zudem wächst auch meterhoher Farn in dem Gebiet, welches seit geraumer Zeit sich selbst überlassen ist (1).

Der Urwald Sababurg ist kein wirklicher Urwald im eigentlichen Sinn, seine Qualität erklärt sich aus der seit der Unterschutzstellung sich weitestgehend wild, natürlich entwickelnden Vegetation einerseits und den uralten und urigen Bäumen aus der Zeit vor dem Nachwachsen eines Waldes andererseits (1).

Gelegen im Kernbereich des Reinhardswaldes, im gemeindefreien Gebiet Gutsbezirk Reinhardswald, zwischen dem 2,4 km südwestlich liegenden Hofgeismarer Stadtteil Beberbeck und dem rund 3,8 km nördlich gelegenen Gottsbüren (Ortsteil von Trendelburg). Östlich an sein Gebiet stößt der an der Sababurg befindliche Tierpark Sababurg, der wie der nach der Burg benannte Ortsteil zu Beberbeck gehört. Südwestlich vorbei fließt im benachbarten Naturschutzgebiet Oberes Holzapetal etwa in Südost-Nordwest-Richtung mit der Holzape ein Zufluss der Diemel (1).

Je nach Jahreszeit bekommt man im Urwald Sababurg immer wieder ein anderes Bild präsentiert. Besonders schön ist der herbstliche Urwald mit seiner Farbenpracht und dem ständigen Lichtspiel der Sonne.

Auch der Urwald im Winter hat seinen ganz besonderen Reiz. Die aktuellen Aufnahmen vom 27. Januar 2021 zeigen dies. Starker Schneefall verwandelte den Urwald Sababurg in kürzester Zeit in eine bezaubernde Winterlandschaft.

Nachfolgend einige Bilder:

Quellennachweis:

(1) = https://de.wikipedia.org/wiki/Urwald Sababurg

Beberbecker Bäume

„Beberbecker Bäume“ habe ich diesen Beitrag  genannt.

Es gibt in Beberbeck in Nordhessen (Ortsteil von Hofgeismar) viele einzigartige Bäume.

Der Ortsteil liegt ca. 8 km nordöstlich von der Kernstadt  entfernt.

Außer wunderschönen Alleen,  kann man hier auch sehr markante alte Bäume bestaunen.

Im Süd-Osten von Beberbeck „laufen“ mehrere Alleen in einem Rondell zusammen.

Markante Bäume sind unter Anderem ein sehr alter Apfelbaum, eine alte Eiche, welche bereits auf einer Briefmarke abgedruckt wurde. Diese heißt seitdem  „Briefmarkeneiche“. In der Nähe der Holzape steht außerdem eine 400-jährige alte Eiche namens „Dicke Margarete“ (1).

Im Herbst 2020 stachen auch hier, wie überall in dieser Gegend, die bunten Farben des Laubs der Bäume hervor.

Auch aktuelle Aufnahmen aus Januar 2021 habe ich diesem Beitrag hinzugefügt.

Im Ortskern von Beberbeck befinden sich  Gebäude des  alten Gestüts und das ehemalige Schloss Beberbeck (2). Die Staatsdomäne wird bewirtschaftet.  Die historischen Domänengebäude im Bereich des Mittelhofs (2) können nur nach Rücksprache mit der Betriebsleitung besichtigt werden.

Nicht weit von Beberbeck entfernt grenzt das FFH-Gebiet mit der Holzape und dem Reinhardswald an.

Nachfolgend einige Bilder:

Quellennachweis:

(1) = https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Naturdenkmale_Hofgeismar

(2) = https://de.wikipedia.org/wiki/Beberbeck

 

 

Die „Große Konjunktion“ von Jupiter & Saturn

Die „Große Konjunktion“ von Jupiter & Saturn am 21. Dezember 2020 (17.20 Uhr) konnte auch in Deutschland beobachtet werden. Beide Planeten befanden sich im Sternbild Steinbock und hatten mit nur 6 Bogenminuten Abstand zueinander eine sehr enge Begegnung (1).

Ähnlich wie 7 v. Chr. wurden beide visuell als ein Stern wahrgenommen. Die dreifache Konjunktion der Planeten Jupiter & Saturn im Jahr 7 v. Chr., wird als „Stern von Bethlehem“ interpretiert. Vor über 2.000 Jahren setzten beide Planeten fast gleichzeitig zu ihren Oppositionsschleifen an (innerhalb von 1,7 Tagen). Aus diesem Grund standen sie auch längere Zeit eng beieinander (1).

Zum Vergleich war die letzte Begegnung beider Planeten am 31. Mai 2000 nicht so eng (Abstand damals: 1 Bogengrad & 9 Bogenminuten). Das waren mehr als zwei Vollmonddurchmesser (1).

Eine „Große Konjunktion“ ist so selten, weil Jupiter 12 Jahre für eine Wanderung durch den Tierkreis benötigt und Saturn ca. 30 Jahre. Alle 19,877 Jahre treffen sie aufeinander. Die Abstände beim Aufeinandertreffen sind jedes mal anders. Dies liegt an ihren Ellipsenbahnen, was zu einer Änderung der Perspektive führt (1).

Ein paar Tage vor dem eigentlichen Ereignis, am 17., 18. und 19. Dezember 2020, konnte man bereits sehen, dass Jupiter sich Saturn immer mehr annäherte.  Aus Blickrichtung der Erde standen beide am 21. Dezember ungefähr ein Fünftel des Durchmessers unseres Mondes voneinander entfernt. In Wirklichkeit trennten sie aber viele Millionen Kilometer.

Das Wetter „spielte“ leider am Tag der Konjunktion in Deutschland nicht überall mit.

Jupiter & Saturn waren am 25. Dezember, vier Tage nach dem eigentlichen Ereignis, in Nordhessen im Süd-Westen tiefstehend noch einmal auszumachen.

Die nächste so enge „Große Konjunktion“ ist erst wieder in 60 Jahren zu erwarten (1).

In größerer Distanz begegnen sich beide Planeten aber bereits in 20 Jahren im Sternbild Jungfrau wieder (Abstand dann: 1 Bogengrad & 8 Bogenminuten) (1).

Nachfolgend einige Bilder:

Quellennachweis:

(1) = Kosmos Himmels-Jahr 2020, herausgegeben von Hans-Ulrich Keller