Monat: August 2019

The Great American Eclipse 2017

The  „Great American  Eclipse“,  2017 in den USA im Bundesstaat   Wyoming bei den Cowboys in Riverton.

 Die Sonnenfinsternis vom 21. August 2017 in den USA war die nachfolgende Sonnenfinsternis von 1999 mit der Saros Zyklus-Nr.  145 (1). Genau nach 18 Jahren, 11 Tagen und 8 Stunden war es wieder soweit, der Neumond schob sich bei diesem Zyklus wieder vor die Sonne (2).

Eine Sonnenfinsternis ist immer ein aufregendes, spannendes,  außerordentlich  seltenes  und  mitreißendes  Ereignis.

Der Wunsch diese Sonnenfinsternis zu beobachten, bestand schon bei mir seit einigen Jahren. Die Planungen für diese Reise nahmen meine Frau und ich bereits im November 2016 vor.

Am 18. August ging es endlich los. Wir flogen von Frankfurt aus nach Denver, dann weiter nach Casper im US-Bundesstaat Wyoming. Per Mietauto fuhren wir dann von Casper nach Riverton. Hier trafen wir weitere uns bekannte Enthusiasten  aus Deutschland. Wir wollten uns das Ereignis zusammen in Riverton oder der nahen Umgebung ansehen. Die Wetterprognosen für Riverton waren gut, lagen sie doch immerhin bei 85 % Sichtbarkeit für das Ereignis. Überhaupt wetteiferte Riverton mit dem nahe gelegenen Casper um die Wette. Die besseren Wetterprognosen wechselten zwischen den beiden Städten ständig hin und her.

Unsere kleine Gruppe, bestehend aus insgesamt sieben Personen, suchten einen Tag vor dem Ereignis, einen geeigneten Standort ca. acht Meilen nordöstlich von Riverton an der Hidden Valley Road aus. Der Standort lag ziemlich genau auf der Zentrallinie auf einem Hügel etwas abseits vom Highway auf einer Nebenstraße (3).  Man hatte einen 360 Grad Rundumblick. Von dem höher gelegenen Hügel  würde man auch den Kernschatten besser herannahen sehen. Direkt an dem Highway hatten sich bereits viele Camper in Einbuchtungen niedergelassen.

Sehr früh am 21. August 2017 fuhren wir zum ausgewählten Standort, um sehr früh unser Equipment aufzubauen. Die Sonne ging zu diesem Zeitpunkt gerade farbenprächtig über dem Horizont im Osten auf. Es bot sich dem Betrachter ein wunderbares Farbenspiel.  Die Temperaturen lagen anfänglich bei angenehmen 18 Grad Celsius, später über 30 Grad Celsius. Unsere kleine Gruppe  staunte nicht schlecht, dass auch bereits andere Beobachter diesen Standort ausgewählt hatten. Es zeigte sich, dass wir vom nahe gelegenen Highway so gut zu sehen waren, zumindest die Autos, dass immer mehr begeisterte Sonnenbeobachter nachfolgten. Das Gelände war aber so groß, dass für alle Platz vorhanden war. Da waren Familien, welche Ihr Zelt aufgebaut hatten, Camper mit Komplettausrüstung, Motorradfahrer, und weitere Autos mit euphorischen Beobachtern.  Pünktlich zum Ersten Kontakt,  um 10.22 Uhr Ortszeit (3), hatten wir unsere Ausrüstung aufgebaut. Der Himmel war zu Beginn des Ereignisses klar, es zogen im Verlauf der partiellen Phase aber einige Cirren vor die Sonne. Näher zur Totalitätsphase hin,  klarte der Himmel zum Glück wieder auf. Nun stieg bei allen Teilnehmern die Anspannung. Man bekam gerade noch mit, dass ein Camper es sich auf seinem Autodach gemütlich gemacht hatte. Die Kameras klickten in immer kürzeren Sequenzen. Es wurde zunehmend dämmriger.

Um 11.41 Uhr Ortszeit war es dann soweit (3). Es herrschte plötzlich fast komplette Dunkelheit. Für ca. 2,5 Minuten (3) liefen unglaubliche, fast filmische Eindrücke für die Beobachter hintereinander ab. Da war der zweite Kontakt mit Perlschnureffekt, die anschließende Korona mit unglaublich langen Streamern, der dritte Kontakt mit Diamanteffekt und gut sichtbaren Protuberanzen. Dann wurde es wieder hell, die Beobachter waren von den Eindrücken begeistert.

Fazit: Eine sehr gut beobachtbare, sehr mitreißende, und sehr eindrucksvolle Sonnenfinsternis, bei der das Wetter im richtigen Moment bis auf den Punkt genau gepasst hat.

Nachfolgend einige Bilder:

Quellennachweis:

(1) = Kosmos Himmels-Jahr 2017, herausgegeben von Hans-Ulrich Keller

(2) = https://de.wikipedia.org/wiki/Saroszyklus

(3) = https://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenfinsternis_21._August_2017

Sternenhimmel & Meteore

In diesem Album findest Du  überwiegend Fotos der Perseiden und den Sommersternenhimmel,  beobachtet und fotografiert im August 2018.

Im August 2019 waren nur wenig lichtschwache Perseiden zu erkennen,  anstatt dessen  habe ich die  Sommermilchstraße aufgenommen. Im Sommer ist die Milchstraße, bei guten Bedingungen am  jeweiligen Standort,  besonders eindrucksvoll zu sehen.

Bei der visuellen Beobachtung kommt man ganz ohne optische Hilfsmittel aus. Wichtig ist nur, ab 22.00 Uhr, eine dunkle Stelle ohne störende Lichtquellen aufzusuchen.

Der periodische Sternschnuppenstrom der Perseiden zeigt in jedem Jahr Anfang bis Mitte August,  eine große Zahl an Meteoren (1).

Wie bereits berichtet, viel das Jahr 2019 aber nicht so gut aus.

Die maximale Tätigkeit liegt zwischen dem 9. und 13. August. Helle Objekte (0m und heller), Feuerkugeln bzw. Boliden, sind dabei keine Seltenheit. Das Maximum ist vom 12. auf  13. August. Als reichhaltigster Strom des Jahres, kann er doch  immerhin bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde bescheren (1).

Die Sternschnuppen sind sehr schnelle Objekte und sind manchmal nur für einen Bruchteil einer Sekunde zu sehen. Ein Bolide (Feuerkugel) ist etwas länger auszumachen,  verursacht unter Umständen auch Geräusche, und kann auf dem Erdboden aufprallen.

Die Perseiden haben ihren Ursprung im ehemaligen Kometen 109P/ Swift-Tuttle (1). Die Erde durchquert die Überreste dieses Kometen in der angegebenen Zeit.

Außer Sternschnuppen beobachten, kann man Mitte August auch sehr schön den Sternenhimmel erkunden, Sternbilder bestimmen und Planeten aufsuchen. Auch die Milchstraße sollte zu sehen sein (vorausgesetzt es ist keine „Lichtverschmutzung“ vorhanden).

Nachfolgend einige Bilder:

Quellennachweis:

(1) = Kosmos Himmels-Jahr 2018, herausgegeben von Hans-Ulrich Keller