Monat: Juni 2017

Mohnblüte Germerode

Blütenmeer in Germerode am Meißner.

Mitte bis Ende Juni kann man auf einer mehreren ha. großen Fläche, ein Blütenmeer der besonderen Art bewundern.

Die Wanderwege führen direkt durch die Felder, sodass man sehr nahe an die roten bis rosavioletten Mohnblüten gelangt.

Fotomotive in unbegrenzter Vielzahl bieten sich den Besuchern an.

Nachfolgend einige Bilder:

Park Wilhelmsthal

Das Schloss Wilhelmsthal mit angrenzendem Park ist ein Kleinod der besonderen Art.

Es liegt nahe der Großstadt Kassel bei Calden im nordhessischen Landkreis Kassel. Die Anlage wurde von 1743 bis 1761 als Lustschloss für den hessischen Landgrafen Wilhelm VIII erbaut und zählt zu den bedeutendsten Rokokoschlössern nördlich des Mains. Das Schloss besitzt einen großflächigen Park mit Wasserspielen. Das Schlossgebäude kann im Rahmen von täglichen Führungen besichtigt werden (1). Eine Führung im Schloss lohnt sich immer.

Einfach einmal durch den tagsüber bis zum Einbruch der Dunkelheit frei zugänglichen Park wandern, ist ein besonders schönes Naturerlebnis. Der Park ist seit 2009 Bestandteil des European Garden Heritage Network (1).

Entgegen üblichen Landschaftsanordnungen liegt das Schloss an der tiefsten Stelle des Parks. Die Gartenanlage wurde als fächerförmiges Dreiachsensystem geplant und ist selbst in eine größere landschaftliche Komposition eingebettet, die im Westen und Osten durch je ein Lindenrondell den Abschluss findet. Die Mittelachse war als wasserführender Kaskadenlauf gedacht, der in das ursprünglich in strenger barocker Symmetrie eingefasste Schlossbassin mündete. Die Ausführung wurde teilweise umgesetzt.

Durch den Siebenjährigen Krieg kamen die Arbeiten zum Ruhen. Es kam 1762 zu einer blutigen Schlacht am Schloss. Noch heute befindet sich ein Massengrab französischer Soldaten im Schlosspark. Diese Schlacht wird in der Erzählung vom „Tambour von Wilhelmsthal“ aufgegriffen, eines halbwüchsigen Trommlers der Braunschweiger Truppen, der durch ein falsches Trommelsignal versehentlich den Angriff statt des Rückzuges auslöste und somit unerwartet den Sieg über die französischen Truppen herbeiführte (1).

Um 1800 wurde der Park zu einem Landschaftspark  mit lockerer Bewaldung weiterentwickelt und das Bassin einem natürlich entstandenen Teich im Grünen angepasst. Die Kaskaden wurden zugeschüttet, und aus den Steinen der Kaskaden der Mittelachse wurde ein gotisierter Aussichtsturm gebaut (1).

Nachfolgend  einige  Bilder:

Quellennachweis:

(1) = https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Wilhelmsthal_(Calden)

Lovejoy 2015

Der Komet Lovejoy leuchtete 2015 in Nordhessen.

Der Komet C/2014 Q2 Lovejoy war endlich einmal wieder ein brillanter Komet.

Er wurde 2014 entdeckt, und war im Januar 2015 gut mit einem Fernglas zu beobachten. Aber auch mit bloßem Auge konnte man ihn bereits auffinden.

Am 10. Januar ( ab 21.00  Uhr), stand er in Süd/West Richtung, in Höhe der Orion-Gürtelsterne. Bildete man einen rechten Winkel zu Aldebaran im Stier, so hatte man ihn bereits im Blickfeld.

Auch waren die Beobachtungsbedingungen durch den abnehmenden Mond gut. Der Komet sollte in den nächsten Tagen immer höher steigen. An den Plejaden und Hyaden im Sternbild Stier konnte man sich orientieren.

Nachfolgend einige Bilder:

Panstarrs 2013

Panstarrs ist  ein langperiodischer Komet.

Er kommt   aus der Oortschen Wolke, und durchwandert alle Millionen Jahre das innere Sonnensystem.

Im Frühjahr 2013 war es wieder soweit, der Komet C/2011 L4 Panstarrs näherte sich der Erde bis auf 1,09 AE.

Das Besondere war,  er hatte  einen  Gegenschweif.

Anfang März konnte man ihn sogar mit bloßem Auge beobachten.

Nachfolgend einige  Bilder:

Holmes 2007

Komet 17P/Holmes, ein Lichtblick am Nachthimmel.

Ein unerwarteter Helligkeitsausbruch, mit dem keiner rechnen konnte, ließ den Kometen 17P/Holmes im Oktober 2007      500.000 Mal heller erstrahlen als normalerweise.

Ende Oktober konnte man den kurzperiodischen Kometen mit bloßem Auge als Punkt erkennen. Er bewegte sich im Sternbild Perseus zwischen Fuhrmann und Kassiopeia schnell weiter. Trotzdem konnte man mit einem Fernglas die Gashülle (Koma) sehr gut sehen.

Er hatte das Aussehen wie ein „Luftballon“.

Experten waren der Meinung, dass der plötzliche Helligkeitsausbruch durch einen Felsbrocken (Asteroid) verursacht wurde.

Nachfolgend einige Bilder:

Ikeya-Zhang 2002

War Komet Ikeya-Zhang ein „alter Bekannter“?

Nach Hale-Bopp 1997, war er ein weiterer gut sichtbarer Komet im gerade angefangenen Jahrtausend. Ikeya-Zhang wurde am 01. Februar 2002 entdeckt.

Wahrscheinlich handelte es sich um denselben Kometen, welcher bereits 1661 von Hevelius beobachtet wurde. Also ein „alter Bekannter“. Seinen sonnennächsten Punkt erreichte er am 18. März 2002. Vom Sternbild Andromeda wanderte er weiter in das Sternbild Kepheus. Ab Mitte April 2002 wurde er zirkumpolar, d. h. er war die ganze Nacht über zu sehen.

Visuell sah er sternförmig aus, aber bereits in einem Fernglas konnte man den 2-3 Grad langen Schweif erkennen. In den letzten Apriltagen verschob sich die beste Beobachtungszeit in die frühmorgendlichen Nachtstunden.

Nachfolgend einige Bilder:

Hale Bopp 1997

Hale-Bopp, der Jahrhundert-Komet.

Der Komet Hale-Bopp hatte gleich zwei Entdecker. Er sollte Alles, bis dahin an Kometenerscheinungen gewesene, in den „Schatten stellen“.

Eine Beobachtung war bereits ab Mitte Februar 1997 in Mitteleuropa möglich. Am 23.03.1997 kam er der Erde mit einer Entfernung von 197 Mill. km am nächsten. Am 31.03.1997 bewegte er sich durch das Sternbild Andromeda, weiter in Richtung Sternbild Perseus.

Er beeindruckte schon durch seine technischen Daten: Der Kerndurchmesser betrug 50 km, die Länge des Staubschweifs 20 Mill. Km, die Länge des Plasmaschweifs 100 Mill. Km, der Durchmesser der Koma 100.000 km, die größte Helligkeit (-1m,7), die Geschwindigkeit 144.000km/h.

Der Kern setzte sich aus folgenden Stoffen zusammen: Wasser-Eis, Staub, Gesteinsstücke, gefrorenes Ammoniak, Methan, Kohlenmonoxid und Blausäure.

Am 01.04. erreichte er das Perihel (sonnennächster Punkt), mit einem Abstand von 136,6 Mill. km. In Sonnennähe tauen erst die leichtflüchtigen Gase auf und verdampfen, dann erst das Wasser-Eis mit den Staubteilchen. Die Staubteilchen und die ionisierten Gasmoleküle werden von der Sonnenstrahlung und dem Sonnenwind aus der Koma herausgeblasen, und bilden den Schweif. Besteht der Schweif vorwiegend aus Gasmolekülen, so ist er geradlinig und selbstleuchtend. Die Moleküle absorbieren Sonnenlicht bestimmter Wellenlängen, und senden andere wiederum aus. Dagegen ist der Staubschweif gewöhnlich gekrümmt, und sein Licht ist reflektiertes Sonnenlicht.

Sicherlich ist das Erscheinen eines Kometen immer noch etwas Ungewöhnliches, und dann auch noch ein Komet, den man sofort mit bloßem Auge sehen konnte. Hale-Bopp gehört zu den langperiodischen Kometen mit einer Umlaufzeit von 2.700 Jahren.

Nachfolgend  einige  Bilder: