Auf Mallorca ereignete sich am 12. August 2026 in den frühen Abendstunden eine Totale Sonnenfinsternis.
Es herrschten schon Tage zuvor gute Wetterbedingungen bei Temperaturen über 30 Grad Celsius. Eigentlich für die Balearen nichts ungewöhnliches. Abends schoben aus Richtung des spanischen Festlands immer mal wieder größere Wolkenbänke herein. Dies könnte für die am Ereignistag tiefstehende Sonne zum Problem werden.
Um einen freien Blick zum Meereshorizont zu haben, wählten wir am Vortag den Standort Mirador Illes Malgrats in der Nähe des Ortes Santa Ponca aus. Dies war ein vorgelagertes Felsplateau, allerdings nicht grösser als ein Fußball-Feld.
Am Finsternis-Tag fanden außer uns sich noch einige weitere Besucher bereits um 12:00 Uhr am ausgewählten Standort ein. Dies war 8 Stunden vor Beginn des Ereignisses, heiße Temperaturen und so gut wie kein Schatten waren nicht einfach zu überstehen. Wie sich zeigte, füllte sich im Verlauf des Nachmittags dieses Areal mit immer mehr Menschen. Einige Anwesende erzählten, dass in der Bucht von Santa Ponca bereits 8.000 Besucher sein sollen. Glücklicherweise waren es hier zu Beginn der partiellen Phase um 19:38 Uhr nur ca. 500 Besucher. Die Straßenzugänge wurden schon zwei Stunden vor Beginn des Ereignisses von den Lokalen Behörden abgesperrt.
Die Totalität begann sehr spektakulär um 20:31 Uhr. Der Kernschatten raste hier mit einer unglaublichen Geschwindigkeit von 50.000 Stundenkilometern heran. Die Erdatmosphäre und die Korona der durch den Mond verfinsterten Sonne zeigten sich in einem Orange-/Rotton. Die großen Wolkenbänke aus Richtung Westen blieben an diesem Tag glücklicherweise aus. Doch es bildeten sich leider einige leichte Hochschlieren. Dies änderte aber nichts an der unglaublichen Stimmung, welche die totale Verfinsterung der Sonne durch den Mond auslöste. Überall waren begeisterte Ausrufe und sogar Klatschen zu hören. Beim zweiten Kontakt war dann ein starker Lichtblitz zu sehen, ein sogenannter „Diamant“. Etwas unterhalb auf „9 Uhr“ war außerdem ein großer Plasmaauswurf auszumachen.
Alsdann mussten zwei Dinge beachtet werden, zum Einen stand die Sonne nur noch 2,5 Grad über dem Meereshorizont, zum Anderen betrug die Totalitätsdauer nur 1 Minute und 30 Sekunden. Aber was dann geschah hatten die meisten Besucher so auch nicht erwartet, nach kurzer zweiter partieller Phase, ging die Sonne als schmale orange Sichel bereits hinter dem Meereshorizont unter (20:49 Uhr).
Hinweis: Es ist zwingend erforderlich, bei Beobachtung der Sonne, zertifizierte Sonnenfilter und Sonnenbrillen zu benutzen, sonst drohen unweigerlich irreparable Augenschäden.










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