Die sonst noch zu erwähnenden Sonnenfinsternisse, waren nicht weniger spannend oder spektakulär. Auch der Merkurtransit gehört zu den Sonnenfinsternissen. Die zwischen den Ereignissen verstrichenen Zeitspannen sind enorm.

Da war zum Beispiel die totale Sonnenfinsternis am 11. August 1999 in Deutschland. Zusammen mit meiner Familie und Bekannten konnten wir diese in Bad Schwalbach mit verfolgen. Ein Wetterkrimi der besonderen Art, der sich durch ganz Deutschland zog. Es war auch die erste selbst erlebte totale Sonnenfinsternis überhaupt.

Der erste selbst erlebte Merkurtransit fand am 07.05.2003 statt. Ein Pünktchen vor der Sonnenscheibe.

Dann die partielle Sonnenfinsternis am 31.05.2003., beobachtet auf den Warthübel. War sie doch etwas für Frühaufsteher, welche allerdings auf Ihre Kosten kamen. Eine schmale rötliche Sonnensichel ging im Osten über dem Horizont auf.

Auch die partielle Sonnenfinsternis am 04.01.2011, hatte durchaus ihren Reiz. Doch das Wetter spielte nicht ganz mit. Das Spektakel war beim Sonnenaufgang durch starke Wolkenschlieren getrübt. Beobachtet mit Astrokollegen auf dem Feldberg im Schwarzwald, bei einer Temperatur von minus 14 Grad Celsius.

Noch zu erwähnen ist der nächste Merkurtransit nach 2003, welcher exakt nach 13 Jahren und zwei Tagen am Montag den 09. Mai 2016 stattfand. Er war von ganz Mitteleuropa aus zu beobachten. Die Wetterbedingungen an meinem Beobachtungsstandort 20 km nördlich von Kassel waren gut. Der 1. Kontakt fand um 13.12 Uhr (MESZ) statt. Das Wetter blieb während der gesamten Laufzeit von sieben Stunden klar. Die Sonne ging allerdings aufgrund des nicht ebenen Geländes, das Gelände steigt in Nord-West-Richtung an, vor dem Merkuraustritt unter. Rundherum ein schönes Ereignis, konnte man doch den Größenunterschied zwischen Sonne und Merkur noch einmal deutlich sehen. Auch die Geschwindigkeit von Merkur war spürbar, und konnte beeindruckend mit verfolgt werden.

Nachfolgend einige Bilder: