Monat: Mai 2017

Hyakutake 1996

Ein Superkomet wurde erwartet.

Die Kometen kommen ursprünglich aus der Oortschen Wolke, ca. 1,5 LJ von uns entfernt. Sie werden durch Gravitationsveränderungen in eine kurze- oder lange Bahn um die Sonne gedrängt. Man nennt sie dann Kurz- oder –Langperiodische.

Der Komet Hyakutake wurde Anfang 1996 als Superkomet durch den Japaner Hyakutake angekündigt.

Nach Angaben von Experten, sollte er bereits am 21. März 1996 mit bloßem Auge zu sehen sein. Dieser Komet passiert alle 20.000 Jahre unsere Erde, er ist also ein Langperiodischer. Die Erwartungen waren riesengroß. Die Koma, welche den Kometenkern umgab, hatte einen Durchmesser von 10 Kilometer.

Ja, und tatsächlich war er bereits an dem vorausgesagten Abend im Sternbild Bootes, unterhalb der Deichsel des Sternbildes Ursa Major (Großer Wagen), auszumachen. Er sollte sich der Erde bis auf 16 Millionen Kilometer nähern. Dies ist für astronomische Verhältnisse nicht viel. Hyakutake war außerdem sehr schnell am Nachthimmel unterwegs. Befand er sich doch am 27. März 1996 bereits im Sternbild Ursa Minor (Kleiner Wagen), nahe am Polarstern. Sein Schweif war ca. 2 Bogengrad lang (ungefähr vier Vollmonddurchmesser).

Nachfolgend einige Bilder:

Sonstige Mondfinsternisse

Eine totale Mondfinsternis ereignet sich ca. alle drei bis vier Jahre in der gleichen Region.

Bei einer totalen Sonnenfinsternis trifft dies rein rechnerisch einmal in hundert Jahren zu.

Die drei folgenden  Mondfinsternisse sollten nicht unerwähnt bleiben:

So  z. B.  die totale Mondfinsternis in der Nacht von Mittwoch den   20. Februar auf Donnerstag den 21. Februar 2008. Sie  war in ihrer gesamten Länge von Mitteleuropa aus beobachtbar. Das Ereignis  begann eineinhalb Stunden nach Mitternacht. Das Wetter spielte in Nordhessen ebenfalls mit. So waren die visuellen Eindrücke, aber auch die fotographischen Ergebnisse durchaus respektabel.

Noch zu erwähnen ist die partielle Mondfinsternis vom 25. April 2013. Bei klarem Himmel kam dieses Ereignis sehr gut rüber, aber auch weil der Mond sehr hoch stand. Obwohl sich der Vollmond lediglich nur mit 1,5 Prozent seines scheinbaren Durchmessers im Kernschatten der Erde befand, der restliche Durchmesser im Halbschatten der Erde.

Bei der partiellen Mondfinsternis am 07. August 2017 befand sich der Vollmond zum Höhepunkt der Finsternis um 20.21 Uhr (MESZ) mit nur 25% seines scheinbaren Durchmessers im Kernschatten der Erde. Hinzu kam, dass der Mond über Hofgeismar erst um 20.43 Uhr (MESZ) aufging. Bei aufsteigendem Gelände Richtung Osten noch später. Die  Aufnahme entstand um 21.14 Uhr (MESZ) auf dem Warthübel an der Friedenseiche in der Nähe von Hombressen. Der Mond war  während der Aufnahme in Richtung Osten bereits über dem Reinhardswald aufgegangen.
Die Luftunruhen sind in Horizontnähe besonders groß. Eine Rotfärbung, welche durch die Erdatmosphäre entstand, ist auf der Aufnahme ebenfalls zu erkennen.

Nachfolgend einige Bilder: